3. Sinfoniekonzert | "Auf die Liebe"

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Meininger Hof - Kultur- und Tagungszentrum, Alte Freiheit 1, 07318 Saalfeld/Saale

Konzerte, Festivals, Show & Tanz Sonstiges

Auf die Liebe

Peter Tschaikowski: Romeo und Julia. Fantasie-Ouvertüre (1869/70)
Robert Schumann: Dichterliebe op. 48 , Orchesterfassung von Théodore Dubois (1840)
Gustav Mahler: Adagietto aus Sinfonie Nr. 5 cis-Moll (1903)
Sergej Prokofjew: Suite aus dem Ballett »Romeo und Julia« op. 64 (1936)

Ach ja, die Liebe! Sie ist das vielleicht stärkste Gefühl, das der Mensch kennt: magisch, mitreißend, mysteriös, in Worten kaum zu fassen. Doch es gibt ja die Welt der Musik. Als der erst 29-jährige Peter Tschaikowski seine Fantasie-Ouvertüre »Romeo und Julia« schrieb, stand er selbst in einem Geflecht aus inneren Konflikten und unerfüllten Liebessehnsüchten. Um die richtige musikalische Form ringend, fand er schließlich zu jenem Liebesthema, das heute noch als Inbegriff musikalischer Leidenschaft gilt. Fast 70 Jahre später näherte sich Sergej Prokofjew dem gleichen Stoff – doch unter völlig anderen Vorzeichen. Sein Ballett »Romeo und Julia« entstand 1935/36 in politisch heikler Zeit nach seiner Rückkehr in die Sowjetunion. Ursprünglich plante er ein Happy End – ein Gedanke, der heute kühn erscheint, damals aber den kulturpolitischen Erwartungen entgegenkommen sollte. Schließlich setzte sich doch Shakespeares Tragik durch. Zwischen diesen beiden dramatischen Polen steht Robert Schumanns »Dichterliebe«. Kaum ein Werk des 19. Jahrhunderts fängt die seelischen Schattierungen der Liebe so vielgestaltig ein: schwärmerisches Aufblühen, ironisches Flackern, schmerzliche Kränkung, bitteres Verstummen. 1840, in seinem berühmten »Liederjahr« und im unmittelbaren Umfeld seiner eigenen, hart erkämpften Heirat mit Clara Wieck, schrieb Schumann diese Vertonungen von Heine-Gedichten. Und dann: Gustav Mahler. Sein Adagietto aus der Fünften Sinfonie ist vielleicht die persönlichste Liebesbotschaft der Musikgeschichte. 1901 frisch verliebt in Alma Schindler, sandte Mahler ihr diesen langsamen Satz gleichsam als klingenden Brief – ohne Worte, nur für Streicher und Harfe. Alma verstand. Später schrieb sie, sie habe die Partitur gelesen und gewusst: Das ist eine Liebeserklärung.

Einlass ab 18:30 Uhr
Abendkasse ab 18:30 Uhr

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Meininger Hof - Kultur- und Tagungszentrum

Alte Freiheit 1, 07318 Saalfeld/Saale

Veranstalter

Meininger Hof - Kultur- und Tagungszentrum
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ab 21,- €

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Deutsch
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Autor

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