Wanderparkplatz Schwarzer Brink, Bergstraße, 32361 Preußisch Oldendorf
Wanderparkplatz Schwarzer Brink, Bergstraße, 32361 Preußisch Oldendorf
Wegbeschreibung
Heute werden wir zu Grenzgängern. Warum? Die Bergstraße, die uns zum Ausgangspunkt unserer Wanderung gebracht hat, ist gleichzeitig die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Dies wird auch sogleich an der üppigen Beschilderung des zu Preußisch Oldendorf gehörenden Wanderparkplatzes „Schwarzer Brink“ erkennbar: Mehrere Wandertafeln und Wegweiser mit allerhand Wegen in unterschiedliche Richtungen. Selbst wenn wir für unsere Wanderung gleich das Bundesland wechseln, bewegen wir uns doch die ganze Zeit innerhalb des Natur- und Geoparks TERRA.vita. Dieser orientiert sich nämlich ungeachtet politischer Grenzen an Naturräumen und umfasst somit das komplette Wiehengebirge bis nach Porta-Westfalica.
Auf zur Hartmann-Hütte
Wir queren die Bergstraße, ein kurzer, blau markierter Zuweg bringt uns zum auserwählten TERRA.track. Diesem folgen wir im Uhrzeigersinn über den breiten, gut befestigten Forstweg. Zunächst geht es durch den Wald mit eingestreuten Wiesen und Feldern. Schön ruhig ist es hier. Zwischen den Stämmen verraten kurze Ausblicke, dass wir uns bereits in einigen Metern Höhe befinden: schon am Wanderparkplatz waren es 205 Metern über NN. Herrliche Buchenwälder ziehen sich die Hänge hinunter, immer wieder durchzogen von Nadelwald.
Wir erreichen eine Lichtung und damit die Hartmann-Hütte. Auch hier stand bei der Namensgebung eine bekannte regionale Persönlichkeit Pate: Dr. Hermann Hartmann, Heitmatforscher, Dichter und Landarzt in Lintorf zum Ende des 19. Jahrhunderts. Die Schutzhütte wurde im Jahr 2020 frisch renoviert und ist umrahmt von Tischen und Bänken - Biergartenatmosphäre mitten im Wald.
Hangwandern in Lintorf
Frisch gestärkt geht es auf gut befestigen Wegen weiter durch den vielfältigen Wald. Die Liste unterschiedlicher Baum- und Straucharten am Wegesrand ist lang: Buche, Eiche, Hainbuche, Fichte, Kiefer, Lärche, Birke, Ahorn, Kirsche, Kastanie, Holunder, Weißdorn … Der TERRA.track würde sich bestens für ein Studium unterschiedlicher Gehölze anbieten. Wer also ein Bestimmungsbuch und das nötige Interesse hat, sollte dieses im Wanderrucksack dabei haben.
Schließlich wechselt der Belag in Asphalt. Abwärts geht’s an den Waldrand. Der Blick öffnet sich erneut gen Norden und auf das Bad Essener Örtchen Lintorf, dessen erste Häuser wir kurz darauf erreichen. Eine nach links abzweigende Straße heißt hier übrigens „Am Naturpark“ – welche Ehre! Für uns geht es aber nach rechts eine ganze Zeit immer am Nordhang der Egge entlang weiter. Sonnige und waldige Abschnitte wechseln sich ab, immer wieder gibt es den freien Blick in das Norddeutsche Tiefland. Am Horizont erhebt sich inselartig in etwa 15 km Entfernung ein weiterer Höhenzug etwa 130 m aus dem ansonsten flachen Umland. Es ist der Stemweder Berg.
Sieht nicht nur aus „wie’n Gebirge“!
Nachdem wir den Wanderparkplatz Lintorf passiert haben, erreichen wir nach kurzer Zeit den Ortsausgang. Der Ausblick wird nun geprägt von einigen großen Industriehallen. Das soll uns nicht weiter stören, denn kurz darauf stoßen wir auf eine asphaltierte Straße und tauchen nach rechts wieder in den Wald ein. Gemächlich geht es bergauf – mal schattig durch Wald, mal sonnig an Wiesen und Feldern entlang. Ein kleiner Graben begleitet unseren Weg, hier und dort drückt ein kleiner Quellbach aus dem Wald. Schaumkraut und Schlüsselblume blühen um die Wette; dazu gesellen sich Mädesüß und Wasserminze.
Wer augenzwinkernd behauptet, das Wiehengebirge sieht nur aus „wie’n Gebirge“, wird nun eines Besseren belehrt: Es geht nun über längere Zeit straff bergauf und wir müssen unsere Waden zum Abschluss nochmal richtig anspannen. Oben angekommen, ist auch schon der Wanderparkplatz in sichtbarer Nähe. Niedersachsen ade, willkommen in NRW! Hier haben wir uns die abschließende Rast an der Beermann-Hütte redlich verdient.
Tipp des Autors
Wer nach der Wanderung noch Mumm in den Beinen hat, folgt ausgehend vom Wanderparkplatz Schwarzer Brink der Beschilderung in Richtung Wiehenturm. Dieser ist über einen kurzen Abstecher aus zu erreichen. Er ist frisch renoviert und bietet einen herrlichen Ausblick auf das Eggetal. Zu einem kulturhistorisch-kulinarischen Tagesabschluss lädt in ca. 3 km Entfernung die historische Burganlage Limberg mit dem benachbarten Restaurant „Forsthaus Limberg“ ein. Mit vollem Bauch und ausgeruht fühlen sich die wenigen Kilometer Rückweg an wie ein kleiner Verdauungsspaziergang …
Anfahrt
Wanderparkplatz Schwarzer Brink, Bergstraße, 32361 Preußisch Oldendorf
Parken
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Weitere Infos / Links
Startpunkt
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Zielpunkt
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Natur- und Geopark TERRA.vita