Der Elisabethfehnkanal wurde 1893 als Teil des Hunte-Ems-Kanals fertiggestellt. Er verbindet den Küstenkanal in Kampe mit der Leda in Osterhausen, ist 18 m bereit, bis zu 1,50 m tief und hat eine Länge von 15 km. Der letzte intakte Fehnkanal Deutschlands mit seinem sieben Klappbrücken, vier bedienbaren Schleusen, alten Ziegelstraßen und Baumreihen ist denkmalgeschützt.
Heute wird der Kanal hauptsächlich von Sportbooten befahren. Entlang des Kanals bestehen ausgezeichnete Radwandermöglichkeiten. Die Spuren der Fehnkultur sind hier und am nahe gelegenen Bollinger Kanal heute noch erlebbar. Die Fehnkolonien sind entstanden aus der Hochmoorkultur, bei der zur Bewirtschaftung der Flächen die Moorkultivierung durch Anlegung von Entwässerungskanälen vorgenommnen wurde. Entlang der Kanäle, die auch als Transportwege (z.B. für einen gewonnenen Torf) dienten, entstanden die oft einheitlichen Siedlungshäuser, die Fehnhäuser.
Über die Bedeutung des Kanals, die Fehnkultur und Moore informiert das vom Orts- und Verschönerungsverein geführte Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn.
Anfahrt: Elisabethfehn, südlich Schleusenstraße, nördlich Mühlenstraße, Kamperfehn, Kanalstraße Nord
Info: Touristinformation Barßel, Tel. 04499 / 938080
(aus Freizeitführer Natur & Kultur: Ausarbeitung, Konzeption und Redaktion vom Amt für Planung, Natur- und Umwelt, Landkreis Cloppenburg)