Das Gebäude des heutigen Essighofes wurde bereits 1683 durch die Familie Beverungen erbaut. Das Herzstück war damals der große Backofen, der noch heute in seinen Grundzügen zu erkennen ist.
Nachdem das Haus im Jahre 1775 zu einer Brennerei umgebaut wurde, erhielt Johann Friedrich Beverungen ein Jahr später das Brennrecht. Zeitgleich begann er mit der Essigproduktion in den Gemäuern. Anschließend ließ 1839 der spätere Namensgeber der Essigmanufaktur C.A. Brandt, Christian August Brandt, den Backofen mit Bruchstein ummauern. Mitte des 19. Jahrhunderts brannte die Fassade des Haupthauses ab und wurde anschließend in ihrer heutigen Form wieder aufgebaut. Der Gewölbekeller diente zum Lagern der Branntweine, während in den Räumen des Erdgeschosses in großen Bottichen der Essig reifte.
Als das Haus im Jahr 2007 umgebaut wurde, konnten die Bestandteile der noch im historischen Ursprung erhaltenen Räume in die Gestaltung der neuen Gaststätte integriert werden. So fand zum Beispiel das Holz der Essigfässer als Fußboden eine neue Verwendung und im früheren Backofen können die Gäste heute gemütlich sitzen. Insgesamt zeichnet sich das Gasthaus damit durch die urige Beschaffenheit eines Gewölbekellers aus.
In diesem historischen Ambiente lässt es sich wunderbar speisen. Die Gerichte sind mit frischen Zutaten aus der Region auf die jeweilige Jahreszeit abgestimmt. Eine Billardplatte und ein Kickertisch runden das Angebot ab. Der mit Wein bewachsene Hof bietet zudem im Sommer als Biergarten eine wunderschöne Atmosphäre.