Neuhaus im Wandel der Jahrhunderte: Ein Ort mit vielen Gesichtern
Die Gemeinde Amt Neuhaus und insbesondere der Ort Neuhaus selbst haben eine bewegte und facettenreiche Geschichte durchlebt. Diese lässt sich am eindrucksvollsten auf drei historischen Spaziergängen erkunden, die im Ort ausgeschildert sind. Ihre erste Blütezeit erlebte die Gemeinde im 17. Jahrhundert unter den Herzögen von Sachsen-Lauenburg. Der Ort, der 1369 erstmals urkundlich erwähnt wurde, diente rund 300 Jahre lang als Residenz dieser Herzöge.
Im 19. Jahrhundert erhielt Neuhaus seinen heutigen "städtischen" Charakter und erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung als Handelsstadt in der Nähe von Hamburg. Der Wohlstand der Bürger spiegelt sich in den prächtigen Fassaden und eleganten Geschäftshäusern wider, von denen viele bis heute erhalten geblieben sind. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte sich der Aufschwung mit dem Bau eines Bahnhofs fort, was dem Ort ein neues Gesicht verlieh.
Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich das Bild von Amt Neuhaus drastisch, als es Teil der DDR wurde und sein altes Hinterland im Landkreis Lüneburg abgetrennt wurde. Nach der Wende erfolgte schließlich die Rückgliederung der Gemeinde in den Landkreis Lüneburg, wodurch Neuhaus wieder zu seinen historischen Wurzeln zurückfand.