Ein städtebauliches Juwel ist die Margarethenhöhe, die als eines der schönsten Beispiele für die deutsche Gartenstadtidee gilt.
GESCHICHTE
Die Margarethe-Krupp-Stiftung ließ die Margarethenhöhe zwischen 1909 und 1935 bauen. Die Siedlung war damals zukunftsweisend und auf bis zu 16 000 Bewohner*innen ausgerichtet. Waren die Werkswohnungen bislang »Kruppianern« vorbehalten, so durften hier auch firmenfremde Menschen leben – und stellten zunächst die Hälfte der Bewohnerschaft. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Siedlung erheblich beschädigt, aber bis 1956 wieder instand gesetzt.
ORT
Hinter dem Torhaus an der Straße Am Brückenkopf liegt der repräsentativste Teil der Siedlung an der Steilen Straße. Diese führt direkt zum Kleinen Markt, der von begrünten Laubenganghäusern gesäumt wird. Dort stehen noch die ehemalige, im klassizistischen Stil errichtete Krupp’sche Konsumanstalt sowie das ebenfalls repräsentativ gestaltete »Gasthaus zur Margarethenhöhe«, in dem heute ein Hotel-Restaurant zuhause ist. In der Stensstraße kann eine Musterwohnung besichtigt werden.
UMGEBUNG
Im Essener Westviertel gibt das Stammhaus Krupp einen Einblick in die Familien- und Firmengeschichte: Das Fachwerkhaus ist ein originalgetreuer Nachbau des Gebäudes, das 1818 / 19 für den Betriebsleiter errichtet wurde und in dem immer wieder Familienmitglieder lebten bzw. ihr Büro hatten. Weiter westlich in Mülheim ist die historisch wertvolle Mausegatt Siedlung ein gutes Beispiel dafür, dass Denkmalschutz und zeitgemäßes Wohnen sich nicht ausschließen müssen.