Die fast 15 Meter hohe Walzstahlplatte auf dem Plateau der Halde erinnert an vergangene Zeiten.
GESCHICHTE
Bis in die 1950er-Jahre wurde auf Zeche Zollverein der bei der Kohleförderung anfallende Schutt nahezu vollständig verwendet, um unter Tage Hohlräume zu verfüllen. Dann nahm die Menge jedoch so zu, dass eine andere Lagerstätte benötigt wurde und die Zentralhalde Schurenbach entstand.
ORT
Über 48 Hektar erstreckt sie sich heute zwischen Rhein-Herne-Kanal und A42. Richard Serra erschuf 1998 anlässlich der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park ein ellipsenförmig angelegtes Haldenplateau mit einer Mondlandschaft aus grauem Schotter. In der Mitte stellte er eine 15 Meter hohe, 70 Tonnen schwere und über 13 Meter tief im Boden verankerte Walzstahl-Platte auf, die »Bramme für das Ruhrgebiet«.
AKTIVITÄT
Der Aufstieg erfolgt durch einen Waldpark oder über den direkten Weg, die Direttissima, mit 267 Stufen. Mountainbiker*innen können den »Brammen-Trail« nehmen – einen sechs Kilometer langen Rundkurs, der auch über die benachbarte Halde Eickwinkel führt. Auf dem kargen Plateau angekommen, übt das Kunstwerk magische Anziehungskraft aus. Beeindruckend ist auch der Panoramablick.
UMGEBUNG
Halten Sie Ausschau nach den Überbleibseln der Zechen. Eine von ihnen ist die sehenswerte Bottroper Zeche Prosper II, mit markantem Malakowturm. Wer sich für Siedlungskultur interessiert, kann einen Abstecher zur Essener Arbeiterkolonie Hegemannshof unternehmen.