Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort gilt als industriekultureller Kristallisationspunkt und ist der westlichste Punkt der Route. Das Bergwerk beeinflusste die Stadtentwicklung maßgeblich und verbindet heute wunderbar Natur und
Industriekultur.
ORT
2021 wurde der Zechenpark Friedrich Heinrich als 27. Ankerpunkt in das Netzwerk der Route Industriekultur aufgenommen. Das einzige Industriedenkmal westlich des Rheins verbindet wunderbar Natur und Industriekultur.
GESCHICHTE
Entstanden auf der »grünen Wiese« beeinflusste das Bergwerk die Stadtentwicklung maßgeblich. 1907 wurde hier eine im Ruhrbergbau bis dahin einzigartig großzügig gestaltete Doppelschachtanlage mit Kokerei gebaut. Optisch auffällig waren zudem die rundbogigen Blendfenster, repräsentative Fassaden und die Prachtstraße mit Platanen. 1958 schaffte Friedrich Heinrich als erste Ruhrzeche den vollständig mechanisierten Abbau.
AKTIVITÄT
Seit der Stilllegung des Bergwerks 2012 wurden anlässlich der Landesgartenschau 2020 Grünflächen umgestaltet und ein Tierpark integriert. Die Zechengebäude werden mittlerweile als Wohneinheiten, Künstlerateliers und Hochschule genutzt. Besucher*innen können den Förderturm, den Lehrstollen, das Haus des Bergmanns und das Infozentrum Stadt und Bergbau besuchen. Seit seinem Ausbau ist der Schirrhof eine Stätte für Kunst und Kultur geworden.
UMGEBUNG
Die Zeche Pattberg im Osten ist etwas für Technik-Fans: Die Fördermaschine zu Schacht 1 sowie der Umformer stammen aus dem Jahr 1912, zeigen die frühe Entwicklungsphase dieser Maschinen und gehörten zu den größten Anlagen ihrer Art. Ein neuerer Umformer von 1962 / 63 ist ebenfalls zu sehen.
Einmalig freier Eintritt in den Förderturm oder Lehrstollen mit der ruhrkultur.card.