Historische Gartenstadt mit viel Grün: In Welheim entdeckst du ein besonderes Stück Ruhrgebietsgeschichte – ruhig, charmant und ideal zum Spazieren.
GESCHICHTE
Im Stil einer Garten-Vorstadt wurde zwischen 1913 und 1923 in direkter Nähe zur Schachtanlage Vereinigte Welheim eine Siedlung errichtet. Als 1931 die Förderung eingestellt wurde, änderte sich die Bewohnerstruktur der bis dahin reinen Bergarbeitersiedlung. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Welheim dann – umgeben von Industrieanlagen – bei Luftangriffen stark getroffen. Nach dem Wiederaufbau erfuhr sie im Laufe der Zeit auch eine Modernisierung.
ORT
Mit 2 700 Einwohner*innen und 650 Gebäuden ist die Kolonie eine der größten Gartenstadtsiedlungen im nördlichen Ruhrgebiet und mit 40 Haustypen eine der vielfältigsten. Die geschwungenen Straßen, gruppierten Häuser sowie zahlreichen Gärten und Grünflächen vermitteln Lebendigkeit und Geborgenheit – dabei waren die Wohnungen häufig nur 35 Quadratmeter groß. Die Beamten wohnten in besser ausgestatteten Gebäuden in einer eigenen Siedlung jenseits der Grubenbahn.
UMGEBUNG
Auf der anderen Seite der B224 im Essener Stadtteil Karnap befindet sich eine gut erhaltene Zechensiedlung, die unter Denkmalschutz steht. Der BernePark auf einer Emscherinsel am Emscher-Radweg ist ebenfalls einen Besuch wert. Die alte Kläranlage wurde renaturiert und zu einem Kunst-Park umgestaltet. Weiter im Norden in Gladbeck bietet die Freizeitstätte Haus Wittringen ein Naherholungsgebiet mit Wald- und Parkflächen, mehreren Sportplätzen und einem Wasserschloss.