Der Besuch der Siedlung Schüngelberg ist eine kleine Zeitreise.
GESCHICHTE
Nachdem die Zeche Hugo bereits östlich der Werksbahn Arbeiterwohnungen gebaut hatte, entstand ab 1897 auf der westlichen Seite die Siedlung Schüngelberg. In der Ausbauphase 1903 / 1904 wurde statt gleicher Haustypen in Reihe eher nach dem Gartenstadtmodell vorgegangen. Höhepunkte sind der Torbau am Anfang und die kleine Platzanlage in der Mitte der Gertrudstraße. Es folgten weitere Bauphasen. In den 1990er-Jahren wurden 310 Wohnungen denkmalgerecht saniert, in denen auch heute noch viele Bergleute wohnen.
ORT
Umgeben von Schachtanlage, Zechenbahn und Halde ist die Siedlung Schüngelberg sofort als Bergwerkssiedlung zu erkennen. Sie vereinigt verschiedene Baustile und Siedlungskonzeptionen. Dabei gilt sie als eines der Glanzstücke der IBA Emscher Park, weil in ihr die Sanierung des Altbaubestandes mit einem bemerkenswerten Neubauprojekt verbunden wurde.
UMGEBUNG
In Gelsenkirchen-Mitte steht die 1868 gegründete Zeche Graf Bismarck 1 / 4, von der noch Kaue und Verwaltungsgebäude erhalten sind – architektonische Glanzstücke aus dem Jahr 1905. In der Kaue befindet sich ein Begegnungszentrum für kulturelle Veranstaltungen. Im Stadtteil Horst wartet ein ganz besonderer Hingucker: Anfang der 1950er-Jahre wurde hier der Nordsternturm als Herzstück des ehemaligen Zechen-Ensembles Nordstern gestaltet. Ganz oben thront die 18 Meter hohe »Herkules«-Skulptur von Markus Lüpertz.